Was sind Bandhas?

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Bandha ist ein Begriff aus dem Sanskrit, der sich mit verschiedenen Wörtern übersetzen lässt. Am geläufigsten ist im Deutschen Verschluss oder Bindung. Die Yogalehre bezeichnet damit eine Technik, bei der sich die Lebensenergie steuern lässt und nicht verloren geht. Das geschieht durch kleine Muskelkontraktionen an bestimmten Punkten des Körpers. Es gibt vier verschiedene Formen: Das Mula-Bandha wird durch das Zusammenziehen der Beckenbodenmuskulatur aktiviert. Das Uddiyana-Bandha ist eine Anspannung des Bauches nach innen und oben. Das Jalandhara-Bandha ist als Kinn- oder Kehlverschluss bekannt. Dabei ist das Kinn gesenkt und die Zunge liegt am Gaumen. Das richtige Beherrschen dieser drei Techniken erfordert Übung und kann in der vierten Form des Maha-Bandhas gipfeln: Bei diesem sind alle drei Bandhas aktiviert. Diese letzte Form verstärkt die Wirkungen der anderen.

Energiefluss und Kraft
Das wesentliche Ziel der Bandhas ist durch deren Aktivierung die Lebensenergie während der Yogahaltungen und Atemübungen zu lenken und fixieren. Die verschiedenen Yogaschulen nutzen die Formen unterschiedlich. So gibt es Schulen, die das Mula- und das Uddiyana-Bandha bei bestimmten Position gleichzeitig aktivieren oder jeweils beim Ein- und Ausatmen. Das Jalandhara-Bandha findet vor allem bei den Atemübungen Anwendung. Das Praktizieren von Bandhas verstärkt und unterstützt die jeweiligen Haltungen. Sie fördern das Körperbewusstsein und die Konzentrationsfähigkeit. Das Anspannen der verschiedenen Muskeln stärkt die Beckenbodenmuskulatur, die Wirbelsäule und den gesamten Rumpfbereich und sorgt für eine Kräftigung des Oberkörpers.

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