Umkehrhaltungen im Yoga

Kofstand

Im Yoga gibt es verschiedene Asanas, d.h. unterschiedliche Stellungen oder Positionen, die auf den drei grundlegenenden menschlichen Körperhaltungen beruhen: Stehen, Liegen und Sitzen. Allerdings sind sie keine einfache mechanische Abfolge von Bewegungen, sondern können erst dann vollkommen ihre Wirkung entfalten, wenn der Praktizierende sich die Struktur der Asanas vollkommen bewusst gemacht hat. Ein Asana zu üben heißt nicht einfach, eine bestimmte Körperhaltung einzunehmen. Übt der Praktizierende achtsam, werden Körper, Geist, Bewusstsein und Nerven zu einem harmonischen Ganzen verbunden. Somit können Asanas das mentale Wohlbefinden verbessern und den ganzen Körper entspannen.

Vorbeugen im Yoga

Gerade Vorbeugen dienen dazu, dass sich das Nervensystem entspannt, die Sinnesorgane können sich erholen. Pulsschlag und Blutdruck sinken, das Herz wird entlastet. Vorbeuge-Übungen verdeutlichen einen Aspekt der Hingabe und Demut. Der Praktizierende muss in einer Vorbeuge loslassen, vertrauen können. Eine bekannte Vorbeuge-Übung ist z.B. Pashchimottanasana, eine Streckung der Körperrückseite im Sitzen, bei der die Wirbelsäule gestreckt wird und so die Lebensenergie in jeden Teil des Körpers fließen kann. Die Vorbeuge aus dem Stand hingegen heißt Uttanasana. Sie hilft dem gestressten Praktizierenden wieder in Balance zu kommen, nimmt ihm die physische und mentale Erschöpfung, dehnt bewusst und intensiv die Wirbelsäule.

Klassische Umkehrhaltungen im Yoga

Klassische Umkehrhaltungen im Yoga sind der bekannte Kopfstand (Salamba-Shirshasana), aber auch der Schulterstand (Salamba-Sarvangasana) und der Pflug (Halasana). Bei Umkehrhaltungen nimmt der Kopf die niedrigste Stelle des Körpers ein; einige Menschen befürchten deshalb, dass beim Üben Blutgefäße in ihrem Kopf platzen könnten. Diese Ängste sind jedoch völlig unbegründet. Allerdings sollte man sich beim Üben von Umkehrhaltungen zurückhalten, wenn man Probleme mit der Halswirbelsäule hat. Auch während der Menstruation wird davon abgeraten, Übungen wie den Kopf- oder Schulterstand durchzuführen.
Positive Wirkungen rechnet man den Umkehrhaltungen im Bereich Gehirn, Herz und Lunge zu. Diese werden durch die Übungen stärker durchblutet. Das Praktizieren des Kopfstandes kräftigt so beispielsweise die Lungen und stimuliert die Funktion der Hirnanhangsdrüse auf positive Weise.

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