Pranyama – Atemübungen im Yoga

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photo credit Kalexanderson via Compfight cc // Schrift nachträglich hinzugefügt.

Beim Yoga spielen unter anderem auch Atemübungen eine große Rolle. Man bezeichnet sie mit dem Begriff Pranyama. Warum macht man das? Was ist das? Welche Wirkungen haben sie? Und welche Übungen gehören dazu?

Pranayama bezeichnet die Vereinheitlichung und das Zusammenspiel von Geist und Körper durch den Atem.
Der Begriff kommt aus dem Sanskrit und setzt sich aus den Teilwörtern „Prana“ (Lebensenergie) und „Ayama“ (kann übersetzt werden mit „Kontrolle“ oder „Erweitern“). Der Begriff „Pranayama“ bedeutet also eine bewusste Regulierung des Atems durch Aufmerksamkeit und stetiges Üben. Da der Atem Träger von Lebensenergie ist, kann „Prana“ auch mit dem Wort „Atem“ übersetzt werden. Das Bedeutungsspektrum des Begriffs ist jedoch sehr vielfältig.
Der Gedanke hinter dem Pranyama ist, dass eine anhaltende Konzentration auf den Vorgang der Atmung mittels Atemtechniken das Bewusstsein beeinflussen kann. Es handelt sich dabei um eine ähnliche Idee wie die der vielfältigen anderen Formen von Meditations- und Entspannungstechnik.

Die Übungen sind sehr zahlreich, man kennt über 50 davon. Bekannt ist die so genannte Feueratmung, auch Bhastrika Pranayama – „Blasebalgatmung“ genannt. Dann gibt es beispielsweise die Übung „Summen der Bienen“ – bei dieser Übung wird das Ausatmen mit einem Summen begleitet. Ferner gibt es Übungen, bei denen die Zunge eingerollt wird, die Atmung gleichmäßig lang gehalten wird, und viele andere mehr.

Wer die Übungen regelmäßig praktiziert, soll mit einer Vergrößerung des Atemvolumens belohnt werden. Der Atem soll länger werden. Aus medizinischer Sicht hat das sehr positive Auswirkungen auf die Gesundheit. So kann etwa der Blutdruck reguliert werden, der Sauerstoffbedarf wird geringer, der Parasympathikus wird aktiviert, der Geist wird wacher und weniger ablenkbar.
Denn nach der Yogalehre sollen Ablenkungen stets mit einer unruhigen Atmung verbunden sein. Wer also das Atmen kontrolliert, der kontrolliert nach dieser Lehre auch seinen Geist.

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