Paartherapie in Bewegung – Partner-Yoga

Partner-YogaDie Vereinigung zweier Menschen, der Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe. Das alles gehört zum Prinzip des Partner-Yoga. Zwei Menschen sollen durch die gemeinsame Übung lernen, einander mehr zu vertrauen, sich intensiver auf den anderen einzulassen und ihre emotionale Bindung untereinander stärken.

Was ist das Prinzip des Partner-Yoga?
Nimmt man es wörtlich, so bedeutet Yoga „Vereinigung”. Vielleicht ist das Partner-Yoga also eine wahre Form des Yoga. Ziel der Übungen ist nicht nur die körperliche Ausgeglichenheit und das Abschalten vom Stress des Alltags, sondern auch das Zusammenfinden der Partner.
Alle Übungen werden zwischen den Paaren oder in kleinen Gruppen ausgeführt. Das hat auch den Vorteil, dass die Übungen länger und intensiver ausgeführt werden können, weil der Partner den Anwender stützt und ihm Sicherheit gibt. Partner-Yoga kann als eigenständiger Kurs angeboten werden. Oder es werden einfach nur einzelne Übungen in eine Unterrichtsstunde eingebaut.

Wie wirkt sich Partner-Yoga aus?
Um diese Übungen vollziehen zu können, müssen sich beide Partner vollkommen aufeinander einlassen. Sie sind auf die Hilfe des anderen angewiesen. Das stärkt die Bindung zwischen ihnen. Paare müssen wieder lernen, Vertrauen zueinander zu haben und sich auf den anderen einzustellen. Berührungen werden nicht mehr nur zur oberflächlichen Geste, sondern sollen dem Partner Schutz und Halt geben und ihn sowohl geistig als auch körperlich stützen.
Partner-Yoga kann Paaren helfen, die in einer Krise stecken oder die sich durch den Alltag auseinander gelebt haben. Es ist im Grunde eine Therapie der Bewegung, die das Zusammenspiel miteinander vollkommen neu lehrt.

Wie bereitet man sich auf Partner-Yoga vor?
Grundsätzlich kann jedes Paar an einer Yoga-Stunde teilnehmen. Es sind auch keine Vorkenntnisse erforderlich, obwohl es natürlich besser ist, wenn man einige grundlegende Abläufe kennt.
Jede Einheit an Partner-Yoga beginnt mit einer kurzen Meditation. Dabei ist es wichtig, dass sich das betreffende Paar einen persönlichen Freiraum schafft, der nur für sie gedacht ist.
Es gibt einige beliebte Übungen, die der Hilfe eines anderen bedürfen und dabei sehr gut für Partner-Yoga geeignet sind.
• Adoh-Mukha-Shvanasana (der nach unten schauende Hund): Bei dieser Übung ist der Brustkorb geweitet. Der Atem wird voller und das Becken beweglicher.
• Das Herz: Eine gute Übung, um ein Gleichgewicht zwischen den Partnern herzustellen. Sie hilft auch den Hals und Kehlkopf zu weiten, während die Schulterblätter angespannt und gedehnt werden.
• Utthanasana (Vorbeuge) mit Matsyanana (Fischstellung): Der erste Partner begibt sich in die Vorbeuge und dehnt die Rückenmuskeln, was dem Gehirn mehr Blut zuführt. Der zweite Partner geht in die Fischstellung dehnt die Bauchmuskeln. Die gegensetzlichen Bewegungen zwingen die Partner dazu, ihr Gleichgewicht aufeinander einzustellen.

Bildquelle: twinlili / pixelio.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.