Hatha Yoga

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Im Hinduismus gab es schon immer Asketen, die auf verschiedenen Wegen der Weltentsagung zu höherer Erfahrung gelangen wollten. So gibt es seit alters her in Indien die auch heute noch existierenden verschiedenen Yoga-Wege: Jnana Yoga als Weg der Erkenntnis, Raja Yoga als Weg zur Beherrschung des Geistes, Bhakti Yoga als Weg der liebenden Hingabe an Gott, Karma-Yoga als Weg des selbstlosen Dienstes und Hatha Yoga als Weg der körperorientierten Praktiken.

In westlichen Kulturkreisen wird mit dem Begriff „Yoga“ oftmals Hatha Yoga impliziert. Man könnte sagen, Hatha Yoga ist das Yoga der Körperübungen. Die Reduzierung des Hatha Yoga auf die reine Körperlichkeit ist aber eine Vereinfachung, denn Hatha Yoga besteht aus den fünf Säulen Asanas (Yogastellungen), Pravanama (Atemübungen), Shavasana (Tiefenentspannung), Mitahara (gesunde Ernährung) sowie positives Denken und Meditation.

Hatha Yoga, die jüngste der Yoga-Richtungen

Bereits in den ältesten indischen Schriften, den Veden, die im indischen Altertum entstanden, wurden Körperübungen beschrieben. Diese dienten zunächst jedoch als Ergänzung der anderen Yoga-Richtungen. Zwischen dem 8. und dem 12. Jahrhundert entstand in Indien die Bewegung der Nath-Yogis, die sich bemühten, auf körperlich-kinetischem Weg zu höherem Bewusstsein zu gelangen. Sie begründeten des Hatha Yoga als eigenständigen Weg.

Yoga-Übungen – Entspannung für Körper und Geist

Das Wort „Yoga“ bedeutet, Einheit oder Verbindung. Die Sonne „Ha“ mit ihren Elementen Kraft und Hitze sowie der Mond „tha“ mit seinen Elementen Stille und Kühle sind die beiden Gegensätzlichkeiten, die beim Hatha Yoga in Harmonie gebracht werden sollen.
Alle Körperübungen werden langsam und entspannt ausgeführt. Das Atmen erfolgt im Einklang mit der Bewegung. Die Übungen führen zu mehr Gelassenheit und einer ausgeprägten inneren Ruhe, Stress fällt ab.
Hatha Yoga ist sehr gut für Yoga-Anfänger geeignet. Nur allmählich wird der Schwierigkeitsgrad der Übungen gesteigert. Menschen mit Vorerkrankungen, wie Bluthochdruck oder Muskel-Skelett-Erkrankungen, sollten sich vor Beginn ärztlich beraten lassen.

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